Einsatz: Evakuierung eines Zuges Bahnstrecke Gießen - Kassel
Heute gegen 15:30 Uhr wurde die Feuerwehr Gießen gemeinsam mit dem Rettungsdienst auf die Bahnstrecke Gießen–Kassel alarmiert. Auslöser war ein Schaden an einer Oberleitung, den der Lokführer erkannte. Er brachte den aus sechs Personenwagen und einer Lokomotive bestehenden Zug auf freier Strecke kontrolliert zum Stehen.
In dem Zug befanden sich ca. 500 Personen unterschiedlichen Alters, darunter eine Person, die auf einen Elektrorollstuhl angewiesen war.
Nach der Erkundung durch die Feuerwehr und in Absprache mit dem zuständigen Notfallmanager der Bahn wurde der gestrandete Zug auf freier Strecke evakuiert.
Neben der Feuerwehr und dem Regelrettungsdienst waren auch ein Sanitätszug, ein Betreuungszug des DRK Gießen sowie die Technische Einsatzleitung Rettungsdienst des Landkreises Gießen unter der Leitung der Feuerwehr Gießen im Einsatz.
75 Minuten nach der Alarmierung waren alle Personen, zum Teil über Rettungsplattformen, aus den Waggons evakuiert und auf dem Weg zu einem Sammelplatz. Von dort aus wurde der Weitertransport mit Bussen durch die Deutsche Bahn organisiert.
Im Laufe des Einsatzes musste eine Person wegen medizinischer Probleme behandelt und durch den Rettungsdienst transportiert werden. Weitere Personen wurden nicht verletzt.
Insgesamt waren 30 Feuerwehr- sowie 57 Rettungsdienst- und Katastrophenschutzeinsatzkräfte im Einsatz. Auch die Landespolizei, die Bundespolizei und die Stadtpolizei waren vor Ort.
Aktuell hat die Bahn einen Schienenersatzverkehr eingerichtet, die Reparatur des betroffenen Bereichs hat bereits begonnen.
| Einsatzstichwort | Hilfeleistung - Zug gegen Baum |
| Alarmzeit | 29.05.2026, 15:29 Uhr |
| Einsatzort | Bahnstrecke Gießen - Kassel |
| Eingesetzten Kräfte |
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