Ausbildung im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst

Die Einstellung erfolgt bei zur Verfügung stehenden Stellen jeweils zum 01. April oder zum 01. Oktober eines Jahres. Die Ausbildung dauert 2 Jahre und ist in 7 Abschnitte untergliedert. Diese finden teilweise an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel, bei anderen Berufsfeuerwehren in Deutschland und am eigenen Standort statt. Während der Ausbildung haben die Auszubildenden den Dienstgrad des Brandoberinspektor-anwärters und sind als Beamtin oder Beamter auf Widerruf beschäftigt.


1. Feuerwehrgrundlehrgang (24 Wochen)

Die feuerwehrtechnischen Grundkenntnisse werden auf dem Grundausbildungslehrgang vermittelt. Dieser dauert mind. 24 Wochen und wird bei einer Berufsfeuerwehr durchgeführt. Neben der eigentlichen Grundausbildung sind hier bereits erste Fachlehrgänge, wie zum Beispiel der Atemschutzgeräteträgerlehrgang enthalten. Die Leistungen müssen in insgesamt 6 Facharbeiten, sowie 2 Fachaufsätzen nachgewiesen werden, hinzukommen die Prüfungen der einzelnen Fachlehrgänge. Das Deutsche Sport-abzeichen in Silber und das Rettungsschwimmabzeichen in Bronze, Silber oder Gold müssen erworben werden. Nach erfolgreichem Abschluss des Lehrgangs, der mit einer Abschlussprüfung endet, verfügen die Auszubildenden über die Befähigung für die Übernahme der Funktion „Truppfrau/Truppmann“ im Löschzug.

2. Praktikum am eigenen Standort (20 Wochen)

Tagesdienst in den Fachabteilungen und Praktikum als Truppfrau/Truppmann bzw. Truppführerin/Truppführer bei der Berufsfeuerwehr Gießen.

3. Gruppenführungslehrgang für Berufsfeuerwehren (8 Wochen)

Der 8-wöchige Gruppenführungslehrgang wird an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel absolviert. Hierbei werden Kenntnisse zum Führen taktischer Einheiten bis zur Stärke einer Gruppe vermittelt (Gruppenführer). Für die Auszubildenden des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes ist der Gruppenführungslehrgang eine Art Zwischenprüfung und eine erste Vorbereitung auf die kommenden Tätigkeiten als Führungskraft.

4. Auswärtiger Abschnitt 1 (12 Wochen)

Tagesdienst in den Fachabteilungen und Praktikum als Gruppenführerin/Gruppenführer (unter Aufsicht) bei einer Berufsfeuerwehr in Deutschland. In diesem Abschnitt muss von den Auszubildenden die erste Abschnittsarbeit erstellt werden. Diese wird benotet und fließt in die Abschluss-note mit ein.

5. Zugführungslehrgang für Berufsfeuerwehren - Teil 1 (10 Wochen)

Der insgesamt 16-wöchige Abschlusslehrgang wird an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel in zwei Teilen absolviert. Der erste Teil erstreckt sich über einen Zeitraum von 10 Wochen. Die Auszubildenden werden im ersten Teil als Zugführer geschult. Einsatzsimulation, vorbeugender Brandschutz und die Ausbildung zum Führen im (G)ABC-Einsatz stellen nur einen Bruchteil der Lehrinhalte dar, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vermittelt werden.

6. Auswärtiger Abschnitt 2 (12 Wochen)

Tagesdienst in den Fachabteilungen und Praktikum als Zugführerin/Zugführer (unter Aufsicht) bei einer Berufsfeuerwehr in Deutschland. Hier können die im Zugführungslehrgang Teil 1 erlernten Führungsaufgaben geübt und gefestigt werden. In diesem Abschnitt muss von den Auszubildenden die zweite Abschnittsarbeit erstellt werden. Diese wird benotet und fließt in die Abschluss-note mit ein.

7. Zugführungslehrgang für Berufsfeuerwehren - Teil 2 (6 Wochen)

Der zweite Teil des 16-wöchigen Zugführungslehrgangs wird wiederum an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel absolviert und endet mit dem Bestehen der Laufbahnprüfung für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst.