Ausbildung im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst
Ausbildung im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst die Einstellung erfolgt bei zur Verfügung stehenden Stellen jeweils zum 01. April oder zum 01. Oktober eines Jahres. Die Ausbildung dauert 18 Monate und ist in mehrere Abschnitte untergliedert. Diese finden teilweise an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel, bei anderen Berufsfeuerwehren in Hessen und am eigenen Standort statt.
1. Feuerwehrgrundlehrgang (24 Wochen)
Die feuerwehrtechnischen Grundkenntnisse werden auf dem Grundausbildungslehrgang vermittelt. Dieser dauert mind. 24 Wochen und wird bei einer Berufsfeuerwehr durchgeführt. Neben der eigentlichen Grundausbildung sind hier bereits erste Fachlehrgänge, wie zum Beispiel der Atemschutzgeräteträgerlehrgang enthalten. Die Leistungen müssen in insgesamt 6 Facharbeiten, sowie 2 Fachaufsätzen nachgewiesen werden, hinzukommen die Prüfungen der einzelnen Fachlehrgänge. Das Deutsche Sportabzeichen in Silber und das Rettungsschwimmabzeichen in Bronze, Silber oder Gold müssen erworben werden. Nach erfolgreichem Abschluss des Lehrgangs, der mit einer Abschlussprüfung endet, verfügen die Auszubildenden über die Befähigung für die Übernahme der Funktion „Truppfrau/Truppmann“ im Löschzug.
2. Wachpraktikum 1 (27 Wochen)
Während des Wachpraktikums werden die Auszubildenden im Einsatzdienst zunächst als Truppfrau/Truppmann auf dem Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) und dem Kleineinsatzfahrzeug (KEF) eingesetzt. Die Auszubildenden werden einer Wachabteilung zugeteilt, in der sie regulären Schichtdienst versehen. Einen besonderen Schwerpunkt in dieser Zeit bildet die Ausbildung zum/zur Rettungssanitäter/-in. Diese wird ebenfalls bei einer externen Bildungseinrichtung absolviert. Hinzu kommen Praktika im Krankenhaus und im Rettungsdienst. Im Schichtdienst werden die Auszubildenden in den unterschiedlichen Sachgebieten und Werkstätten eingesetzt, um diese kennenzulernen.
3. Wachpraktikum 2 (27 Wochen)
Das zweite Wachpraktikum umfasst neben der Tätigkeit auf dem Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) und dem Kleineinsatzfahrzeug (KEF), die Ausbildung zum Kraftfahrer der Klasse CE. Auch in diesem Abschnitt sind die Auszubildenden einer Wachabteilung zugeteilt mit der sie regulären Schichtdienst versehen. Außerdem absolvieren die Auszubildenden eine Ausbildung in der Feuerwehreinsatzzentrale. Weiterhin wird die Ausbildung zum/zur Maschinist/-in für Lösch- und Sonderfahrzeuge sowie ein Lehrgang „Brandsicherheitsdienst“ absolviert. Auch in diesem Abschnitt werden die Auszubildenden in den unterschiedlichen Sachgebieten und Werkstätten eingesetzt, um diese weiter kennenzulernen. Weiterhin müssen sie 5 Kurzvorträge halten und eine Ausarbeitung erstellen.
4. Laufbahnprüfung (1 Woche)
Zum Abschluss der Ausbildung findet die Laufbahnprüfung für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel statt.